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29 Montage des Heckträgers

Als wir den Entschluss fassten uns Klappräder für unsere Reisen zu zulegen, machten wir uns keinerlei große Gedanken über den Transport. Klappräder halt- die bekommt man überall rein, sind ja schließlich klappbar. Das man diese Rechnung allerdings nicht mit einem Hijet machen kann hätte uns vorher bewusst sein sollen. Okay, beide zusammen passen in den Innenraum, allerdings hätten wir dann ständig die Räder hin und her räumen müssen. Aufs Dach würden sie auch gehen, aber nicht zusammen mit den Brettern und dem Dachkoffer. Auf der Suche nach dem richtigen Fahrradträger fiel die Entscheidung schnell auf die am Heck montierte Variante.

Folgende Modelle standen zur Auswahl:

  • abnehmbare Variante zur Heckmontage
  • starre Konstruktion zur Heckmontage
  • Fahrradträger auf Anhängerkupplung

Wobei die abnehmbare Heckmontage schnell verworfen wurde, da es keine passende Variante für einen Hijet gibt und universale Träger, welche mit Gurten verzurrt werden, auf mich einfach keinen festen Eindruck machen. Der Fahrradträger für die AHK gilt als heutzutage sicherste Variante, allerdings kenne ich das Bild von Autobahnen zu gut wo jene wackelnd und schiefliegend sich immer weiter dem Asphalt nähern. Zumal unsere Kochzeile durch die Trägervariante dermaßen behindert werden würde, dass ein reibungsloses Kochen nicht mehr möglich wäre. Demnach entschieden wir uns für eine starre Konstruktion die fest mit dem Fahrzeugblech verschraubt werden sollte. Das passende Modell fand sich schnell, da die meisten Systeme in sich noch etwas verstellbar sind.

Ohne viel über die Montage nachzudenken, legten wir uns ein solches System zu. Da jedoch jenes System zur Montage an geraden Wohnmobilwänden gedacht ist und nicht wie in unserem Fall an einer gewölbten Heckklappe, mussten kleine Modifikationen an den Haltepunkten vorgenommen werden. So fertigen wir aus einem strapazierfähigen Kunststoff Aufnahmekeile, die eine gerade Montage ermöglichten (s.Skizze). Aus selbigen schnitten wir Keile zu, die als Futter hinter dem Fahrzeugblech dienten (s.Skizze). So ersparten wir uns den Träger an sich an zu passen und ließen ihn in seiner Konstruktion wie vom Hersteller vorgesehen. Der Heckträger wird im unteren Bereich über drei und im oberen über vier Schrauben gehalten- eine festere Variante hätten wir nicht erreichen können.

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27 Restauration der Klappräder

Nachdem wir nach dem Zerlegen erst einmal eine komplette Bestandsaufnahme der Teile machten, die definitiv ihren Dienst abgeleistet hatten, fiel auf, dass die Teileliste durchaus länger war als erwartet. Neben neuen Ketten, Tretlagerbolzen und einer Sattelstange, erhielt jedes Rad noch einen Satz neuer Reifen samt Schläuchen.

Bei der Entfernung der Roststellen an allen Anbauteilen, die wir nicht ersetzen wollten, verzichteten wir auf teure Spezialmittel und vertrauten auf Altbewährtes. Nach mehrfacher Wiederholung war der Erfolg dann deutlich sichtbar- Cola in Verbindung mit Alufolie als Schleifmittel verwendet und der Rost war Geschichte.

Der größte und aufwendigste Arbeitsschritt war die Beseitigung des Altlacks. Denn wie mich die Vergangenheit schon des Öfteren lehrte, ist beim Lackieren nichts so wichtig wie die Vorarbeit. Das Sicherstellen der Sauberkeit des Untergrunds ist das A und O. Jede noch so kleine Unebenheit wird später unter der neuen hauchdünnen Lackschichten erkennbar sein. Das Verhältnis zwischen dem Arbeitsaufwand von der Vorbereitung zur eigentlichen Lackarbeit ist in etwa gleich zusetzen mit der Wahrscheinlichkeit von einer Kokosnuss in einem Nadelwald erschlagen zu werden. Der Aufwand ist riesig, wobei lackiert sind die Teile oft in wenigen Minuten. Aus Gründen der Hartnäckigkeit kamen wir um den beißenden Geruch eines Abbeizer nicht herum. Durch den zusätzlichen Einsatz von Stahlwollen und Schleifpapier in jeglicher Körnung erhielten wir nach unzähligen Arbeitsstunden einen von Altlacken freien und sauberen Untergrund.

Wie schon erwähnt vergeht beim Lackieren die Zeit wie im Flug, weshalb man sich auch ein bisschen abbremsen sollte, damit keine Lacknasen entstehen. Des Weiteren lackiert man am besten mit geöffneter Garagentür, die Frage nach dem Wieso erübrigt sich, jeder der dies schon einmal vernachlässigt hat weiß was gemeint ist. Der Rest folgt bitte der Regel: „Nicht nachmachen!“.

Nach ausreichender Austrocknungsphase konnten wir dann erstmalig alle Teile wieder zusammenfügen und schlossen die Restauration der Klappräder ab.

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25 Mobilitätsgarantie Vorort

„In den kommenden freien Arbeitsstunden werde ich mich ab sofort mit unserem neuem Zuwachs beschäftigen. Es gilt den beiden Klapprädern etwas neuen Glanz einzuhauchen um sie wieder fit für den nächsten Trip zu machen, denn uns ist aufgefallen: Immer alles wieder einzuräumen um mit dem Fahrzeug kurz frische Baguettes und Bier zu holen ist echt mühevoll und kostet wertvolle Zeit, die man stattdessen auch auf dem Wasser verbringen könnte- zukünftig heißt es klapp ’n‘ roll!“

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