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27 Restauration der Klappräder

Nachdem wir nach dem Zerlegen erst einmal eine komplette Bestandsaufnahme der Teile machten, die definitiv ihren Dienst abgeleistet hatten, fiel auf, dass die Teileliste durchaus länger war als erwartet. Neben neuen Ketten, Tretlagerbolzen und einer Sattelstange, erhielt jedes Rad noch einen Satz neuer Reifen samt Schläuchen.

Bei der Entfernung der Roststellen an allen Anbauteilen, die wir nicht ersetzen wollten, verzichteten wir auf teure Spezialmittel und vertrauten auf Altbewährtes. Nach mehrfacher Wiederholung war der Erfolg dann deutlich sichtbar- Cola in Verbindung mit Alufolie als Schleifmittel verwendet und der Rost war Geschichte.

Der größte und aufwendigste Arbeitsschritt war die Beseitigung des Altlacks. Denn wie mich die Vergangenheit schon des Öfteren lehrte, ist beim Lackieren nichts so wichtig wie die Vorarbeit. Das Sicherstellen der Sauberkeit des Untergrunds ist das A und O. Jede noch so kleine Unebenheit wird später unter der neuen hauchdünnen Lackschichten erkennbar sein. Das Verhältnis zwischen dem Arbeitsaufwand von der Vorbereitung zur eigentlichen Lackarbeit ist in etwa gleich zusetzen mit der Wahrscheinlichkeit von einer Kokosnuss in einem Nadelwald erschlagen zu werden. Der Aufwand ist riesig, wobei lackiert sind die Teile oft in wenigen Minuten. Aus Gründen der Hartnäckigkeit kamen wir um den beißenden Geruch eines Abbeizer nicht herum. Durch den zusätzlichen Einsatz von Stahlwollen und Schleifpapier in jeglicher Körnung erhielten wir nach unzähligen Arbeitsstunden einen von Altlacken freien und sauberen Untergrund.

Wie schon erwähnt vergeht beim Lackieren die Zeit wie im Flug, weshalb man sich auch ein bisschen abbremsen sollte, damit keine Lacknasen entstehen. Des Weiteren lackiert man am besten mit geöffneter Garagentür, die Frage nach dem Wieso erübrigt sich, jeder der dies schon einmal vernachlässigt hat weiß was gemeint ist. Der Rest folgt bitte der Regel: „Nicht nachmachen!“.

Nach ausreichender Austrocknungsphase konnten wir dann erstmalig alle Teile wieder zusammenfügen und schlossen die Restauration der Klappräder ab.

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