DRUCKFRISCH!

Nach sehr langer „Blogger“-Abwesenheit melde ich mich mal mit einer schönen Neuigkeit zurück:

Anfang der Woche ist ein riesengroßer Artikel in der neuen CamperVans erschienen. Fettes, fettes Dankeschön an die Redaktion und das Team!

Hop! Hop! Ab mit euch an den nächsten Kiosk die neue Ausgabe kaufen.

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NIEDER MIT DER WINTERPAUSE!

Die Winterpause geht zu Ende. Eine viel zu lange Zwangspause liegt hinter uns und wir nähern uns strammen Schrittes dem Sommer. Die dunklen und kalten Monate sind Schnee von gestern. Doch wir nehmen auch gute Erinnerungen aus dem Winter mit.

So verschlug es uns im neuen Jahr, auch wenn ohne unser geliebtes Auto, schon über die kanarische Insel Lanzarote bis hin in den Süden Marokkos. Die Salzwassersucht sollte also erstmal befriedigt sein- von wegen! Schon im Flieger nach Hause gab es nur ein Thema:

„Und wohin geht’s als nächstes?“

Aber erstmal müssen wir uns mit den Fotos und Erinnerungen über Wasser halten, denn das neue Semester steht in den Startlöchern und es wird uns bis zum Sommer nur wenige Schlupflöcher bieten um mal auszubrechen.

Zudem war im neuen Jahr auch schon unsere erste gemeinsame Hauptuntersuchung fällig, welche uns neben neuen Bremsbelegen, einem ersetzten Spiegelglas, einer neu eingestellten Handbremse und den lang ersehnten Winterreifen, auch die neue Plakette brachte. Zwei Jahre freie Fahrt! Um Probleme mit der Versicherung zu vermeiden, wurden wir darauf hingewiesen eine Ummeldung auf eine Wohnmobilzulassung vorzunehmen, da der Wagen im jetzigen Zustand ohne Trennwand nicht mehr als LKW gilt. Wir werden uns den Gang zum TÜV also nicht sparen können. Von dem Resultat werden wir berichten wenn es soweit ist.

In der Zwischenzeit haben wir weitere Ideen gesammelt, um den Blog wieder mit Beiträgen zu füttern. So wollen wir in Zukunft unsere Reisen nicht nur mit wenigen Bildern beschreiben, sondern auch Texte verfassen und den ein oder anderen „Geheimtipp“ dazu ausplaudern. Zudem wechselten wir unser nicht-fahrendes Zuhause und haben auch hier die ein oder andere interessante Ecke erschaffen, welche ihre Erwähnung hier verdienen könnte.  Und selbstverständlich stehen auch wieder ein paar 2Do’s am rollenden Zelt an. Also auf bald!

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Solarenergie – Goal Zero

Tatsächlich war ich mir ziemlich sicher, dass es so schnell gar nicht mehr zu diesem Eintrag kommen würde, jedoch wollte ich dieses Thema nicht ungelöst auf mir sitzen lassen und habe mich kurzer Hand zu einer Entscheidung gezwungen. Die Rede ist von solarer Energie zum Betreiben eines Kühlsystems. Wieder einmal musste ich mich besinnen und meine Ziele für dieses Projekt neu stecken. Fahre ich ein viel zu kleines Basisfahrzeug in dem Platz Gold wert ist? –Ja! Habe ich je eine Kühlbox vermisst? -*nickend* Nein! Nicht häufig genug! Im Prinzip wäre es reine Platzverschwendung.

Außerdem hat es für uns auch klare Vorteile ohne Kühlsystem auszukommen. Wir kaufen und verarbeiten Lebensmittel viel bewusster als Zuhause. Es verlangt zwar eine gewisse Planung zu entscheiden welche Lebensmittel in Frage kommen, dafür sind wir mit unseren Rädern fortan mobil und können wenn nötig jeden Tag frische Zutaten einkaufen.

Ganz und gar auf Energie verzichten können wir allerdings nicht, denn ein jeder Akku, sei es Handy, MP3-Player oder Kamera neigt sich einmal dem Ende zu und weil es nur bei Fahrt möglich ist Geräte über die Autobatterie zu laden, musste eine Alternative her. Über den Blog Solarlife wurde ich auf die Firma Goal Zero aufmerksam, welche über Fotografen wie Chris Burkard oder Travis Burke damit wirbt Energie überall auf der Welt tragbar nutzen zu können. Ich entschied mich für ein kleines Solarkit bestehend aus dem Nomad 7 Solar Panel und dem Flip 20 Recharger. Tragbar, platzsparend und enorm effizient, wie ich ab der ersten Minuten feststellen durfte. Schon beim ersten Test bei stark bewölktem Himmel lieferte das Solar Panel mit seinen 7 Watt genügend Power um alle Endgeräte mit ausreichend Energie zu versorgen.

Der Flip 20 Recharger, der sich sowohl über das Nomad 7 als auch über USB aufladen lässt, bringt mit seinen 5200mAh so viel Kapazität mit, dass er entweder ein Smartphone zweimal, eine POV Kamera zwei- bis dreimal oder eine Digital Kamera einmal vollständig laden kann. Was auf jeden Fall genügend Energie darstellt um eine längere Schlechtwetterperiode zu überstehen. An allen restlichen Tagen wird die Energie direkt von der Sonne genutzt.

Das Nomad 7 hat verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Der 5V USB Ausgang lädt alle gängigen USB-Endgeräte, mit dem mitgelieferten 12V Adapter lassen sich alle Geräte über einen KFZ Zigarettenanzünder laden und mit dem 6,5V Mini Solar Port lässt sich das Nomad7 mit mehreren Panels der Firma Goal Zero zusammenschalten um noch mehr Energie zu erzeugen. Es ist spritzwasserfest und lässt sich mit den Haltegurten beliebig befestigen um es der Sonne nach auszurichten.

Was mich neben der Qualität am meisten dazu geführt hat auf Goal Zero zu bauen ist die riesige Produktpalette. Das Angebot ist einfach enorm, immer kompatibel und stets tragbar. Die Geräte werden nicht fest verbaut, können so auch im Alltag Zuhause genutzt werden und beim Aufrüsten verlieren Altgeräte niemals ihren Sinn, weil sie immer ins System mit aufgenommen werden können. Einfach wiedermal ein Schritt etwas bewusster mit Energie umzugehen.

Ein ausführlicher Produkttest folgt nach dem anstehenden Trip.

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35 Heckklappe – Surftripmap

Da es durch den Fahrradträger zu einer neuen Belastung der Heckklappe von knapp 5kg gekommen ist, wollten wir jegliches zusätzliches Gewicht vermeiden welches zum Verschleiß unserer Dämpfer führen könnte. Also schnitten wir in die Verkleidung ein Loch und befestigten von hinten unsere ‚Surftripmap‘ von Awesome Maps. Die Gewichtsersparnis beträgt rund 1kg.

Im selben Zug verlängerten wir den Hebemechanismus der Türentriegelung und führten ihn in das Fahrzeuginnere. So ist es uns jetzt möglich die Heckklappe von innen zu öffnen selbst wenn sie von außen abgeschlossen ist. Zuvor war das Öffnen nur von außen möglich.

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33 DIY – Interieur Netz

Zum Verstauen von Gegenständen eignet sich häufig eine vertikale Variante, die wenig Platz einnimmt und in der Regel oft an den Orten angebracht ist, die von uns nur selten maximal ausgenutzt werden. Wie zum Beispiel hinter der Kleiderschranktür, in der Abstellkammer, in Küchenschränken oder wie in meinem Fall in einem Fahrzeug.

In 5 einfachen Schritten werde ich im Folgenden zeigen, wie man sich selbst ein solches für sich selbst individuell angepasstes „Interieur Netz“ bauen kann. Im Einzelnen werde ich bewusst genaue Maße nicht vorgeben, da hier jeder selbst nach seinen Vorgaben handeln sollte.

Die benötigten Materialien begrenzen sich auf ein Expanderseil, drei Vierkantholzleisten, einige Schrauben und eine Säge sowie ein Bohrer.

Schritt #01 Vierkantleisten auf gewählte Länge sägen und gewünschtes Lochbild anzeichnen

Schritt #02 Löcher kräftig anstechen

Schritt #03 Bohrer gemäß Ø-Expandersseil wählen und Löcher vorsichtig bohren

Schritt #04 Position anzeichnen und Vierkantleisten anschrauben

Schritt #05 Expanderseil im gewünschten Schnürbild aufziehen und an beiden Enden stramm verknoten

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32 Drehbarer Beifahrersitz

Tatsächlich kommen einem die naheliegendsten Ideen oft erst dann, wenn sich Vollkommenheit und Zufriedenheit über den eigenen Entwurf legen.

„Man sollte sich emotional frei machen von seiner Kreativität und nach einer guten Flasche Rotwein das ganz noch einmal mit genügend Abstand betrachten“…

…, würde meine Dozentin in Entwerfen sagen, jedoch fern von der Realität, dass man am nächsten Morgen im verkaterten Zustand über seinen Zeichnungen steht und nur kopfschüttelnd den Raum verlässt. Jedoch abgewinnen kann man dem ganzen schon etwas und wenn es nur der Sinn nach mehr Rotweinkonsum ist. Nein, aber jetzt mal ehrlich, ich schaue mir alle diese Campingfahrzeuge an und frage mich auf einmal was wäre wenn man bei uns den Beifahrersitz drehen könnte?

Also bau ich den Beifahrersitz aus, betrachte die Schienen womit sich der Sitz nach vorn und hinten verstellen lässt, biege zwei Sperren um sodass ich den Sitz nach vorne aus seinen Führungsschienen ziehen kann, drehe ihn um und führe ihn schließlich wieder ein. Nach etwas Übung dauert das Umdrehen des Sitzes etwa 30 Sekunden- und ich hab mir ernsthaft vorher im Netz Drehkonsolen für bis zu 300€ angesehen, die wahrscheinlich eh nicht gepasst hätten. Wir fertigten ein Polster in der entsprechenden Größe an, welches sich während der Fahrt unter dem Bett verstauen lässt und fertig war ein maximaler Platzgewinn.

Der drehbare Beifahrersitz ermöglicht noch bequemeres Sitzen für zwei bis vier Personen im Wagen und verlängert die Liegefläche um rund 40cm auf luxuriöse 2,20m.

Wichtige Information: Die Arretierung des Sitzes funktioniert trotz Entnahme der Sperren tadellos.

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31 Aufbewahrungsmöglichkeit

Wenig Platz bedeutet nicht gleich wenig Möglichkeiten- man muss nur jede noch so kleine ausnutzen.

Die Deckenaufbewahrung bietet keine Einschränkung im Bewegungsraum, einen sicherer Transport, ist jederzeit griffbereit und lässt sich bedürfnisorientiert variieren. Hierzu nehme man ein Expanderseil und befestigt es im zick-zack an festen Punkten im Fahrzeug- fertig! Selten einfach, schnell gemacht und äußerst praktisch.

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30 Einbau eines Fensters

Den Wunsch nach einem zusätzlichen Fenster hatten wir schon lange. Irgendwie gehört es halt einfach dazu. Es gibt dem Wagen sowohl von innen als auch von außen die richtige Erscheinung und zusätzlich ermöglicht es einen halt das zu machen was man mit so einem Fenster halt macht.

Schwierigkeit allerdings war wie immer die Größe, denn Einbaufenster in dieser Größe zu finden ist, sagen wir mal- relativ Zeitintensiv. Zumal mir bisweilen auch nicht bewusst war wie viel Geld man in Fenstertechnik investieren kann. Lange Rede, kurzer Sinn, ich schoss also das besagte Fenster äußerst günstig bei einem Schlachtfest eines alten Wohnwagens.

Wenn man erstmal die Angst davor verloren hat sich dem Fahrzeugblech mit Bohrer und Säge zu nähern, steht dem Einbau eines Fensters nichts mehr im Wege. Nachdem der Umriss an Ort und Stelle angezeichnet ist, sägt man einfach drauf los, schleift die frische Schnittkante kurz an, schützt diese anschließend mit Rostschutz und legt auf diesen noch während der Trocknungsphase ein Textilband, welches beim Eindrücken der Gummidichtung vor Schnitten am scharfen Blech schützen soll. Da das von uns ausgewählte Fenster nur unter einer Mindestwandstärke von 10mm eingebaut werden konnte, fertigten wir einen Rahmen aus Holz der im Fahrzeuginneren mit Montagekleber gegen das Fahrzeugblech geklebt wurde. Die Verbindung sorgt sowohl für Abdichtung als auch zur Fixierung. Des Weiteren wählten wir die Maße so groß, dass im Nachhinein noch genügend Platz für die Anbringung eines Vorhangs war. Nach ausgiebiger Trocknungszeit zogen wir die Dichtung um das Fensterprofil, legten eine reißfeste Schnur in die unterste Gummilippe, drückten das Fenster an einer Stelle von außen an den Fensterausschnitt und zogen nun unter großem Druck von außen im Fahrzeuginneren Stück für Stück die Schnur aus der Dichtung heraus und das Fenster somit in die Öffnung. Es bedarf einiger Anläufe, viel Gewalt und mindesten zwei Personen, aber nach etlichen gequetschten Fingerkuppen flutscht auch das letzte bisschen Gummidichtung durch die Fensteröffnung. Sitzt das Fenster an richtiger Stelle kann man damit beginnen von außen unter die Dichtungslippe ein wenig Dichtmittel zu spritzen. Hierbei sollte man darauf achten dauerelastische Dichtmittel zu benutzen die auch unter langfristiger Witterung nicht austrocknen und somit spröde und rissig werden. Zum Schluss wird von außer eine Gummikeder eingedrückt die die Dichtung auseinanderquetscht und das Fenster somit vollständig fixiert.

Die Vorhangstangen bestehen aus Ø16mm Kunststoff Kabelrohren die jeweils mit zwei Klemmschellen am Fensterrahmen befestigt sind.

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29 Montage des Heckträgers

Als wir den Entschluss fassten uns Klappräder für unsere Reisen zu zulegen, machten wir uns keinerlei große Gedanken über den Transport. Klappräder halt- die bekommt man überall rein, sind ja schließlich klappbar. Das man diese Rechnung allerdings nicht mit einem Hijet machen kann hätte uns vorher bewusst sein sollen. Okay, beide zusammen passen in den Innenraum, allerdings hätten wir dann ständig die Räder hin und her räumen müssen. Aufs Dach würden sie auch gehen, aber nicht zusammen mit den Brettern und dem Dachkoffer. Auf der Suche nach dem richtigen Fahrradträger fiel die Entscheidung schnell auf die am Heck montierte Variante.

Folgende Modelle standen zur Auswahl:

  • abnehmbare Variante zur Heckmontage
  • starre Konstruktion zur Heckmontage
  • Fahrradträger auf Anhängerkupplung

Wobei die abnehmbare Heckmontage schnell verworfen wurde, da es keine passende Variante für einen Hijet gibt und universale Träger, welche mit Gurten verzurrt werden, auf mich einfach keinen festen Eindruck machen. Der Fahrradträger für die AHK gilt als heutzutage sicherste Variante, allerdings kenne ich das Bild von Autobahnen zu gut wo jene wackelnd und schiefliegend sich immer weiter dem Asphalt nähern. Zumal unsere Kochzeile durch die Trägervariante dermaßen behindert werden würde, dass ein reibungsloses Kochen nicht mehr möglich wäre. Demnach entschieden wir uns für eine starre Konstruktion die fest mit dem Fahrzeugblech verschraubt werden sollte. Das passende Modell fand sich schnell, da die meisten Systeme in sich noch etwas verstellbar sind.

Ohne viel über die Montage nachzudenken, legten wir uns ein solches System zu. Da jedoch jenes System zur Montage an geraden Wohnmobilwänden gedacht ist und nicht wie in unserem Fall an einer gewölbten Heckklappe, mussten kleine Modifikationen an den Haltepunkten vorgenommen werden. So fertigen wir aus einem strapazierfähigen Kunststoff Aufnahmekeile, die eine gerade Montage ermöglichten (s.Skizze). Aus selbigen schnitten wir Keile zu, die als Futter hinter dem Fahrzeugblech dienten (s.Skizze). So ersparten wir uns den Träger an sich an zu passen und ließen ihn in seiner Konstruktion wie vom Hersteller vorgesehen. Der Heckträger wird im unteren Bereich über drei und im oberen über vier Schrauben gehalten- eine festere Variante hätten wir nicht erreichen können.

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28 Montage eines Dachkoffers

Die Pläne für eine Dachbox entstanden schon relativ früh, da sich immer zu viel Campingequipment im hinteren Fußraum befand. Ständiges raus’n‘rein wurde auf Dauer zu einem äußerst nervigen Unterfangen. Nichts leichter als das dachte ich da der Markt ja riesig ist. Nach einigen Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass jeglicher Dachkoffer entweder zu breit war um daneben noch die Surfbretter zu befestigen als auch jeder schmale zu lang sodass er vorne und hinten am Fahrzeug weit überstehen würde. Zu diesem Zeitpunkt vernichtete ich alle bis dato gemachten Pläne und fertigte jene an, die nur durch Selbstbau realisiert werden konnten. Also fasste ich zusammen was alles in der Box transportiert werden sollte…

Regiestühle, Rolltisch, Grill, Skateboard, Wetsuits und Diverses

…und rechnete mir daraufhin passende Dimensionen aus. Viel Zeit verging in der ich mich für Materialien entschied und Varianten zur Abdichtung durchspielte bis ich über auf Maß angefertigte Alukisten auf Konzertkoffer stieß. Neu kaum zu bezahlen und weit über dem Budget das ich mir vorstellte, aber über eine Auktion fand ich einen alten Keyboardkoffer, der seinen Besitzer für sehr wenig Geld verlassen sollte. Die Maße…

[L/B/H] 140cm/45cm/25cm

…passten perfekt und so entnahm ich einfach drei Dielen meiner Dachterrasse, verwendete die bereits bestehenden Bohrungen zur Befestigung des Koffers und voilá- da ist er!

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27 Restauration der Klappräder

Nachdem wir nach dem Zerlegen erst einmal eine komplette Bestandsaufnahme der Teile machten, die definitiv ihren Dienst abgeleistet hatten, fiel auf, dass die Teileliste durchaus länger war als erwartet. Neben neuen Ketten, Tretlagerbolzen und einer Sattelstange, erhielt jedes Rad noch einen Satz neuer Reifen samt Schläuchen.

Bei der Entfernung der Roststellen an allen Anbauteilen, die wir nicht ersetzen wollten, verzichteten wir auf teure Spezialmittel und vertrauten auf Altbewährtes. Nach mehrfacher Wiederholung war der Erfolg dann deutlich sichtbar- Cola in Verbindung mit Alufolie als Schleifmittel verwendet und der Rost war Geschichte.

Der größte und aufwendigste Arbeitsschritt war die Beseitigung des Altlacks. Denn wie mich die Vergangenheit schon des Öfteren lehrte, ist beim Lackieren nichts so wichtig wie die Vorarbeit. Das Sicherstellen der Sauberkeit des Untergrunds ist das A und O. Jede noch so kleine Unebenheit wird später unter der neuen hauchdünnen Lackschichten erkennbar sein. Das Verhältnis zwischen dem Arbeitsaufwand von der Vorbereitung zur eigentlichen Lackarbeit ist in etwa gleich zusetzen mit der Wahrscheinlichkeit von einer Kokosnuss in einem Nadelwald erschlagen zu werden. Der Aufwand ist riesig, wobei lackiert sind die Teile oft in wenigen Minuten. Aus Gründen der Hartnäckigkeit kamen wir um den beißenden Geruch eines Abbeizer nicht herum. Durch den zusätzlichen Einsatz von Stahlwollen und Schleifpapier in jeglicher Körnung erhielten wir nach unzähligen Arbeitsstunden einen von Altlacken freien und sauberen Untergrund.

Wie schon erwähnt vergeht beim Lackieren die Zeit wie im Flug, weshalb man sich auch ein bisschen abbremsen sollte, damit keine Lacknasen entstehen. Des Weiteren lackiert man am besten mit geöffneter Garagentür, die Frage nach dem Wieso erübrigt sich, jeder der dies schon einmal vernachlässigt hat weiß was gemeint ist. Der Rest folgt bitte der Regel: „Nicht nachmachen!“.

Nach ausreichender Austrocknungsphase konnten wir dann erstmalig alle Teile wieder zusammenfügen und schlossen die Restauration der Klappräder ab.

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26 Rückmeldung

Ich melde mich aus der Winterpause zurück- mit dem guten Vorsatz im neuen Jahr fortan jede Möglichkeit und jeden übergebliebenen Euro zu nutzen um das Reisetagebuch mehr und mehr zu füllen. Klingt erstmal simpel, benötigt aber in erster Linie Zeit, die für mich teuer ist, da ich nicht vor habe alle Zelte abzubauen und weiterhin meinen Alltagspflichten gerecht werden will, Planung, die gut und gerne auch Monate vorher begonnen werden darf, denn man macht doch nichts lieber von Zuhause aus als Spotrecherche zu betreiben und Arbeit, denn man hat nach dem letzten Mal dazu gelernt und möchte möglichst alles seinen Bedürfnissen anpassen.

 
Und so komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen: In den vergangenen Monaten habe ich diverse Arbeiten angefangen und auch zum Teil schon beendet, somit kann ich sagen, dass sich hier in der kommenden Zeit wieder etwas bewegt. Mit dabei wird unter anderem sein:

  • Die Fertigstellung der Klappräder + die Transportmöglichkeit
  • Der Einbau eines Fensters
  • Modifikation am Beifahrersitz: drehbare Funktion
  • Anfertigung eines Dachkoffers
  • Zuschnitt und Montage eines Sonnensegels

25 Mobilitätsgarantie Vorort

„In den kommenden freien Arbeitsstunden werde ich mich ab sofort mit unserem neuem Zuwachs beschäftigen. Es gilt den beiden Klapprädern etwas neuen Glanz einzuhauchen um sie wieder fit für den nächsten Trip zu machen, denn uns ist aufgefallen: Immer alles wieder einzuräumen um mit dem Fahrzeug kurz frische Baguettes und Bier zu holen ist echt mühevoll und kostet wertvolle Zeit, die man stattdessen auch auf dem Wasser verbringen könnte- zukünftig heißt es klapp ’n‘ roll!“

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23 Aufhängen des Wandregals

„Weil das Bild mir noch nicht komplett erschien und ich das Gefühl hatte, dass noch ein kleines bisschen fehlt um ein wirkliches Heimatgefühl zu erzeugen, war die Idee von einem Wandregal schnell getroffen. Platz für Wecker, Salz und Pfeffer sollte es bieten und möglichst wenig Platz wegnehmen. Drei Hölzer in Form gesägt, geschickt aneinander geleimt, umgeleimt, geölt und angebracht. Eine Haltestange für Küchenhelfer und Plastikpflanze drunter geschraubt schon hatte ich erreicht was ich mir überlegt hatte. Schnell war aus der Vorstellung Realität geworden.“

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22 Anfertigen eines Tisches

„Da meine anfängliche Planung von einem großen Esstisch über den Haufen geschmissen wurde, als ich merkte wie kostbar doch der wenige Platz innerhalb des Fahrzeugs im ausgebauten Zustand  ist, musste eine praktischere Lösung her. Ein kleiner Tisch, der gerade mal groß genug ist um bei regnerischen Tagen lediglich die Flasche Bier, einen Aschenbecher und ein ausgebreitetes Kartenspiel tragen sollte, müsste reichen. Nachdem  ich eine rechteckige Platte zugesägt hatte, fiel mir schnell auf, dass das Erscheinungsbild nicht mit dem den bisherigen Ausbau  konform geht. Nach langer Recherche und etlichen Überlegungen über dem Zeichenbrett, entschied ich mich für eine runde Bistrotischähnliche Variante.
Aus den Überresten meines Lattenrosts sägte ich eine runde Tischform, die auf der Unterseite von einer Trägerkonstruktion gehalten wird. Ein Tischbein aus dem Baumarkt und ein selbst angefertigtes Trägermodul sorgen für einen wackelfreien sicheren Stand des Tisches. So ist der Tisch nun drehbar und leicht auf – und abgebaut.“
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21 Auslegen des Fußboden

„Da das behandelte Holz zwar wasserabweisend ist, aber schnell zu Verunreinigungen neigt und durch ständiges Betreten mit sandigen Füßen einen natürlichen Schleifeffekt unterzogen wird, wollte ich einen etwas pflegeleichteren Untergrund einbauen. PVC bot sich hier als einzige Möglichkeit an. Günstig, schnell verlegt, strapazierfähig und pflegeleicht.
Um einen sauberen Abschluss zum Aufbau zu erschaffen  habe ich schwarz lackierte Viertelhölzer in den Ecken montiert- schon erstaunlich wie schnell sowas seine Wirkung zeigt: Wohnzimmerfeeling pur!“
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20 Einsetzen der Polster

„Da mir bei den Vorhängen schon aufgefallen war, dass das Nähen von Stoffen sehr mühsam ist und mit mangelnder Erfahrung schnell unsauber aussieht, war die Entscheidung schnell getroffen das Ganze zu polstern. Mit Hilfe einer 3mm starker Hartfaserplatten, zugeschnitten auf die einzelnen Polstergrößen, tackerte ich den gespannten Stoff auf der Unterseite fest. Mit ein bisschen friemeln bekommt man nach einiger Zeit heraus wie man am besten die Ecken der Polster umschlagen muss, um ein ansehnliches Ergebnis zu erreichen.“

Tipp zum Material: Für den Schaumstoff  habe ich mir einfach eine 1,40m x 2,00m große Kaltschaummatratze besorgt. In Sachen Stoff: Das muss jeder selbst entscheiden. Polsterstoffe mit vernünftiger Dicke und Lieblingsmuster sind kaum zu bezahlen. Da muss man sich schon richtig sicher sein. Für den Anfang habe ich mich für eine günstige Tagesdecke aus einem bekannten schwedischen  Möbelhaus entschieden. Sollte mir irgendwann der gewünschte Stoff  zum bezahlbaren Preis über den Weg laufen, werde ich das ändern.“

„Tipp zum Schneiden des Schaumstoff: Das Internet ist voll von Vorschlägen, deshalb kann ich hier auch nur das empfehlen, was bei mir am besten funktioniert hat- das elektrische Küchenmesser.“

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19 Erstellen der Liegefläche

„Da ich gemerkt habe, dass Klappen und Scharniere eine äußerst penible Arbeit bedeuten und wenig Fehler verzeihen, habe ich bewusst darauf verzichtet eine Methode für die Sitz- und Liegeposition zu finden, die sich möglichst genial falten und klappen lässt.
Ein gewöhnlicher Lattenrost bot sich mir an und konnte relativ schnell installiert werden. Für das Auflager habe ich eine Latte an beiden Seiten befestigt, die mit jeweils zwei Holzdübeln dafür sorgen sollte, dass der Rost fest gespannt aufliegt. Die Kante habe ich rund gefräst, um das Erscheinungsbild etwas zu verbessern und zu verhindern, dass in der Sitzposition die Auflager mit zu scharfen Kanten den Komfort belasten. Einen alten Lattenrost habe ich dann der Länge entsprechend angepasst,  einen Rollladengurt an der Unterseite fest getackert, alles geölt- fertig.
Es ist innerhalb von Sekunden sowohl ab- als auch aufgebaut.“
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18 Einbauen der Aufbaudeckel

„Um eine stabile Sitz-/ Liegefläche zu ermöglichen, habe ich den Aufbau  mit 19mm starken Tischlerplatten abgedeckt. Hierbei mussten an bestimmten Stellen die Formen der Karosserie auf die Platten übertragen werden. Hier zeigte sich nun welche Kisten durch Klappen von oben erreichbar bleiben und welche nicht. Zum Öffnen der einzelnen Truhen habe ich Topfbänder benutzt. Position bestimmt, Halterungsloch gefräst, eingebaut- fertig. Nach mehrfachem Ausrichten der Scharniere erreichte ich schnell ein reibungsfreies Öffnen der Klappen. Später sichtbare Kanten wurden umgeleimt, alles weitere geölt.“
Weisheit: Was im Aufbau unten gerade erscheint, verzieht sich auf dem Weg nach oben immer ein wenig. Ich habe Stunden gebraucht um die Platten mit den richtigen Eckwinkeln zurecht zu sägen.“
Tipp: Wer von Anfang an super präzise und sauber arbeitet, hat im Laufe des Zusammensetzen weniger Probleme. Spart Zeit und Nerven- ist aber nahezu unmöglich ohne Profiwerkzeug.“
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16 Einsetzen der Kochschublade

„Für die Kochschublade habe ich einen Korpus angefertigt, der sowohl Platz für die Kocheinheit als auch Stauraum für Besteck und weitere Kochutensilien bietet. Der Gaskocher ist nicht fest installiert, sondern steht lose in der Schublade, sodass man ihn mit wenigen Handgriffen leicht einsetzen und herausnehmen kann. Hierzu wird der Kocher leicht nach hinten geschoben, um ihn dann aus der Fassung herauszuheben. Aussparungen an der Schubladenblende ermöglichen eine einfache Bedienung. Der Korpus wurde an sichtbaren Kanten umgeleimt und im kompletten Zustand geölt.“
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11 Bearbeitung des Aufbaus

„Nachdem ich alles angepasst hatte, habe ich alles im ausgebauten Zustand zusammengefügt, mit Holzschutz behandelt, Umleimer auf sichtbare Stirnseiten angebracht und für den ersten Einbau vorbereitet.“

Tipp: Zur besseren Bearbeitung und zum besseren Transport des Ausbaus habe ich die Bodenplatte in zwei Teile gesägt. So lässt es sich besser ein- und ausbauen, und das Beste ist, man kann das ganze mit wenigen Handgriffen aus dem Auto entfernen.“

„Hinweis zur Tischlerplatte: Der gesamte Ausbau bis zum jetzigen Zeitpunkt wiegt keine 30kg.“

 

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10 Anpassen des Aufbaus

„Nachdem feststeht was du überhaupt mit deinem Ausbau vorhast, wirst du gezwungen sein das Ganze an die Gegebenheiten deines Fahrzeugs anzupassen. So musste ich beispielsweise einige Bretter an die Wölbung der Karosserie anpassen.“

Tipp gegen das nervige Schablonen schneiden: Nehme einen Bleistift, schneide einen Kreis aus Pappe aus, schiebe diesen in seinem Mittelpunkt über den Stift, stelle das Brett im rechten Winkel zur Karosserie auf und fahre mit dem Kreis an dem Bauteil entlang. So entsteht das perfekte Abbild der Karosserie auf deinem Brett.“

 

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09 Anpassen der Bodenplatte

„Schallentkopplung ist ein wichtiges Thema, denn wer mag es, wenn es bei der Fahrt aus jeder Ecke klappert und knirscht. Das gilt übrigens für jede Arbeit mit Holz, die auf Karosserie trifft.
Beim Arbeitsschritt mit der Bodenplatte habe ich hierzu eine 9mm starke Gummischnitzelmatte benutzt (erhältlich in sämtlichen Baustoffzentren). Diese lässt sich leicht mit der Schere an die Umrisse der Karosserie angleichen. Das ganze dient dann wieder als Schablone für die Bodenplatte. Ausgesägt, hier und da angepasst, an bestehenden Löchern oder gar Befestigungspunkte von Rücksitzbank o.ä. fest geschraubt- fertig. Das ganze dient lediglich der Befestigung es Aufbaus- schafft einen ebenen Untergrund.“

Holzart: Ich habe mich für 16mm Tischlerplatten entschieden. Sie sind leicht, „relativ“ bruchfest und erschwinglich was die Kosten angehen. Das Internet ist allerdings voll von brauchbaren Holzarten. Hier zählen allerdings einzig und allein Gewicht und die Dicke deiner Geldbörse.“

Tipp: Lieber auch mal zum ortsansässigen Schreiner oder Tischler gehen, oft verlangt man da wesentlich bessere Preise als im Baumarkt.“

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